Presseartikel „Künstlerpech“

TFO spielte „Künstlerpech“

Nach Jahren der pandemisch bedingten Abstinenz spielten die TheaterFreunde Oberjosbach e.V. am 12., 19. und 20. November 2022 mit „Künstlerpech“ von Jürgen Baumgarten endlich wieder ein Theaterstück. Von Beginn der Proben im Frühjahr an begleitete das Ensemble die Sorge, im Herbst tatsächlich das Stück auf die Bühne bringen zu dürfen. Doch es wurde wahr, und wie …

Zum Inhalt des Stückes: Der erfolglose Landschaftsmaler Thomas Fischer kleckst voller Frust eine Leinwand voll und gewinnt unter dem Pseudonym Umberto Pastellini mit dieser wilden Schmiererei tatsächlich einen wohl dotierten Kunstpreis. Die nun hochgelobte „Lila Madonna“ wird zum Ziel einiger fragwürdiger Besucher, die sich mit den verschiedensten Absichten im Atelier des Künstlers und seiner Ehefrau in rascher Folge die Klinke in die Hand geben. Auch Frederick Fuchs, der phantomhafte Kunst- und Meisterdieb, scheint sich für das hoch dotierte Bild zu interessieren …

Da Umberto Pastellini als schwul gilt, übernimmt die Ehefrau zur Tarnung widerwillig als Mann verkleidet diese Rolle und radebrecht ab sofort mit schönstem italienischem Zungenschlag. Es erscheinen nacheinander eine reiche Kundin mit furchtsamem Freund, die ein bestelltes Bild abholen will, danach eine Journalistin der regionalen Zeitung, die sich ein Interview mit dem berühmten Umberto Pastellini erhofft. Eine Kommissarin hat den Auftrag, das berühmte Bild zu bewachen und die neugierige Nachbarin möchte den Maler kennen lernen und etwas Tee leihen.

Da jede der Personen ihre wahre Identität verschleiert, kommt es zu zahlreichen Schwindeleien und Missverständnissen, die erst zum Schluss des Stückes Auflösung finden. Und schließlich hat Frederick Fuchs doch noch zugeschlagen, wie immer ohne Gewalt und ohne Spuren zu hinterlassen.

Der Regisseur hatte besondere Aufmerksamkeit den schnellen Wechseln auf der Bühne gewidmet und es klappte hervorragend, wie in schneller Folge die Türen auf und zu gingen und die wahren Existenzen der Besucher nach und nach ans Licht kamen. Es gab immer wieder Szenenapplaus und am Ende des Stückes klatschten die Zuschauer begeistert und ließen das Ensemble hochleben. Eine hervorragende Gemeinschaftsleistung der Schauspieler und ein paar Stunden Frohsinn ohne Gedanken an die Alltagssorgen honorierte das Publikum nur zu gerne.

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